Dr. med. dent. Walter M. Eggerath | Dr. med. dent. Jobst W. Eggerath MDS

Wurzelkanalbehandlung (Endodontie) in der Zahnarzt Praxis für Zahngesundheit

In unserer Praxis für Zahngesundheit in Erftstadt bei Brühl gehört die Wurzelkanalbehandlung zur Routine.

Zunächst einmal sei gesagt, dass eine Wurzelkanalbehandlung nicht immer unangenehm sein muss. In vielen Fällen werden Zähne wurzelkanalbehandelt, bei denen der Zahnnerv schon tot ist. Bei diesen Zähnen entstehen in der Regel keine Schmerzen und man braucht oft noch nicht einmal eine Betäubung. Bei Zähnen die noch „Leben in sich haben“, kann durch Verwendung von Lokalanästhesie eine Betäubung des Zahnes erzielt werden, die dann eine schmerzfreie Behandlung erlaubt. Also keine Angst vor der Wurzelkanalbehandlung!

Um zu verstehen, wieso eine Wurzelkanalbehandlung notwendig sein kann, muss man sich zunächst die Anatomie eines Zahnes vorstellen. Ein Zahn besteht aus:

  1. Zahnkrone, also dem Teil den man bei geöffnetem Mund sieht.
  2. Zahnhals, den man sieht, wenn sich das Zahnfleisch ein bisschen zurückgezogen hat (kann verantwortlich sein für Kalt- Heißempfindlichkeit).
  3. Zahnwurzel, der i.d.R. nicht sichtbare Teil des Zahnes, der den Zahn im Kieferknochen verankert und in dem der Wurzelkanal verläuft.

Zusätzlich gibt es in einem Zahn noch drei verschiedene Schichten:

  1. Zahnschmelz, ist die äußerste Schicht und die härteste Substanz im menschlichen Körper. Er schützt die zweite Zahnschicht.
  2. Dentin (Zahnbein), zweite Schicht, die auch die Hauptmasse des Zahnes ausmacht. Diese Schicht ist weniger hart als der Schmelz und somit stärker kariesgefährdet.
  3. Pulpa (Zahnnerv) sitzt in den inneren Hohlräumen der Zahnkrone und im Wurzelkanal und besteht aus Blut- und Lymphgefäßen, sowie Nerven. Die Pulpa ist verantwortlich für Kälte-, Hitze- und Berührungsreize.

Wann wird eine Wurzelkanalbehandlung notwendig?

Grundsätzlich kann man sagen, dass eine Wurzelkanalbehandlung nötig wird, wenn der Zahnnerv so schwer entzündet ist, dass eine Heilung nicht mehr möglich ist. Entzündungen des Zahnnervs haben verschiedene Ursachen. Die häufigste Ursache ist eine tiefe Karies, bei der Bakterien aus der Mundhöhle durch den kariösen Defekt in Schmelz und Dentin bist zum Zahnnerv vorgedrungen sind und ihn infiziert haben. Die nachfolgende Zersetzung des Zahnes durch die Krankheitserreger kann von äußerst schmerzhaft bis kaum wahrnehmbar variieren. Lässt man einen so infizierten Zahn unbehandelt, können Bakterien über die Zahnwurzel hinaus in den umliegenden Knochen gelangen und dort ebenfalls Entzündungen auslösen. Solche Entzündungen können chronisch sein, d.h. sie sind da und man kann sie auf einem Röntgenbild als Verdunklung um die Zahnwurzelspitze erkennen, aber man empfindet sie zunächst nicht als schmerzhaft, oder es entwickeln sich akute Entzündungen, die man dann als Klopfempfindlichkeit oder als Schmerz beim Kauen auf den Zahn merkt. Das liegt daran, dass beim Zubeißen die Zahnwurzel in den akut entzündeten Kiefer drückt. Folge dieser Entzündungen sind große Schmerzen, die zusammen mit Fieber und großen Schwellungen auftreten können. Eine andere Ursache für die Entzündung eines Zahnnerven kann durch ein Trauma kommen. Zum Beispiel, wenn man auf einen Zahn gefallen ist und dadurch der Zahn so abgebrochen ist, dass der Zahnnerv freiliegt. Sollten Sie einmal fallen und sich dabei an den Zähnen verletzen, kommen Sie unbedingt in unsere Zahnarzt-Praxis nach Erftstadt bei Köln, damit wir Sie untersuchen können.

Was wird bei einer Wurzelkanalbehandlung gemacht?

Durch eine Wurzelkanalbehandlung soll abgestorbenes bzw. stark entzündetes Gewebe und nach Möglichkeit auch alle Bakterien aus dem Zahninneren entfernt werden. Das Wurzelkanalsystem zu reinigen ist eine schwierige Aufgabe, da Backenzähne und Vorbackenzähne oft mehrere Wurzelkanäle haben, die alle gereinigt werden müssen und der innere Aufbau des Zahnes von Zahn zu Zahn variiert.

Zunächst einmal wird die Entzündungsursache (z.B. Karies) entfernt. Dies geschieht wie beim Gestalten einer Füllung. Dann muss ein Zugang zum Wurzelkanalsystem geschaffen werden. Hat man den Zugang gestaltet, erfolgt eine Ausräumen des infizierten Gewebes mit Hilfe von speziellen Instrumenten im Wechsel mit antibakteriellen Spülungen. Es ist möglich, dass dies in mehreren Sitzungen erfolgen muss. Hat man das Wurzelkanalsystem vollständig gereinigt, werden die entstandenen Hohlräume mit einem biokompatiblen Wurzelfüllmaterial abgefüllt. Eine gute Wurzelkanalbehandlung kann bei guter Mundhygiene und regelmäßigen Kontrollen beim Zahnarzt ein Leben lang den Zahn erhalten.

Wurzelkanalbehandelte Zähne werden oft spröde, verfärben sich und können einer klassischen Füllung oft nicht mehr genug Halt bieten. Die Gefahr ist dann, dass sie abbrechen. Wichtig ist also für den langfristigen Erhalt eines wurzelkanalbehandelten Zahnes, dass er zur Stabilisierung und um einen bakteriendichten Verschluss zu haben, mit einer Teilkrone oder Krone versorgt wird. Gerne beraten wir Sie in unserer Zahnarztpraxis in Erftstadt bei Hürth und Köln zu dieser Behandlung.