Dr. med. dent. Walter M. Eggerath | Dr. med. dent. Jobst W. Eggerath MDS

Weisheitszahn

der letzte in der Zahnreihe stehende und bei einem normal entwickelten Kiefer am spätestens durchbrechende (zwischen denn 17. und 25. Lj.) Backenzahn. Häufig aus Platzmangel gar nicht oder nur unvollständig durchbrechend, dabei in seiner Lage von der Norm abweichend, als Folge einer Gebissreduktion sind einzelne oder alle 4 auch gar nicht vorhanden. Der Volksmund bezeichnet in vielen Sprachen diesen Zahn deshalb als «Weisheitszahn», weil der Mensch in diesem Alter (eine mehr oder wenig ausgeprägt) Weisheit besitzt.

Weisheitszahndurchbruch: wegen Platzmangel in einem zurückgebildeten Kiefer kommt es besonders bei den unteren Weisheitszähnen häufig zu Beschwerden während des (Teil-)Durchbruchs; diese äußern sich vorwiegend durch einen reduzierten Allgemeinzustand, Vergrößerung der lokalen Lymphdrüsen, Schwellung und damit verbundener Kieferklemme, lokaler Schleimhautentzündung (bis hin zur «Mundfäule») mit eitrigem Sekret aus der Schleimhautkapuze und vermehrtem Speichelfluss.